Ist er Kunst oder nur ein Schatten?

 
Oft wird der Schatten als bedrohliche, düstere Seite der Seele gedeutet und nicht selten ins Dunkel des Unterbewußten verbannt.
Dorthin verlagert kann er als gefährlich umgangen werden und findet so nur wenig Beachtung. Dabei hat er mit billigem Splatter gar nichts zu tun.
Denn er kann weit mehr als nur dunkel sein.
Er ist Kunst,
wenn man seine Natur akzeptiert.
Als ein physikalisches Phänomen ist er nur schwer fassbar und still. Wird er nun konstruktivistisch, so legt er seine Formen fest und kehrt den Blick des Betrachters automatisch nach innen, da sein Wesen immer im Hintergrund bleibt. 
Als Bild-erzähler und Interpret der Grimmschen Märchen wird er auch symbolisch. Er erzählt alte Geschichten aus seinem dunkel verspielten Wesen heraus neu. Der Schatten hat keine Angst vor dem bösen Wolf und zeichnet unbeirrt seinen Kontrast hinter die Archetypen, die ein jeder zu kennen glaubt. Er tut das für ein Land, das so gern Märchen über jede scheinbare Schattenhaftigkeit glaubt und darüber immer wieder die Zukunft verschläft.
So gibt er in all seiner Schweigsamkeit unserer Wahrnehmung und Phantasie Raum, denn er trägt ungezählte  Nuancen in sich, die unser
Unterbewusstes ansprechen bevor die Scheinvernunft störend eingreifen kann. Wie nur wenig Anderes ist der Schatten in der Lage die tieferen Ebenen unseres Seins in seiner ihm eigenen stillen Sprache anzusprechen wenn wir es zulassen.
Die Arbeiten von Ingo Litschka sind ihm gewidmet, deswegen wird er auf dieser Seite nicht verborgen und darf in seinen eigenen Farben sprechen.
 
 
 
                                                                     Schatten Folie