Märchenschatten

Die Gemälde wollen den Schatten nicht nur als Schlagschatten eines bestimmten Körpers sehen.
Sie wollen ihm nicht nur die kleine Nebenrolle des Bildeffektes geben, wenn er hierfür auch noch so nützlich ist und darin seine Rolle gut spielt.
Vielmehr ist er hier eine Vorahnung des Kommenden.
Eine nahende Geschichte, die der Betrachter noch nicht sehen oder abschätzen kann, die sich aber bisweilen erahnen lässt.

Der Schatten wird eine dunkel umrandete Erzählung neben den anderen Farben, aber er wird eben noch keine fest umrissene Geschichte, die sich selbst einfach neu erzählt oder in einem anderen Schatten weiter geflochten wird.

Hier führt er dann ein Eigenleben, das seinem Selbstzweck folgend, dunkel in die Bilder eingreift und sie manchmal auch auf den zweiten Blick bestimmt.
Ganz so wie er es in vielen von Grimms Märchen auch tut.
So gibt er sich betont narrativ und erzählt die alten Geschichten von Neuem.